Zeit für den Rosenrückschnitt

veröffentlicht am 31. März 2016 21:50 von Beate

Wie notwendig ist der Rückschnitt?

Beetrose "Resonanz"

Blühen die Forsythien, werden keine starken Nachtfröste mehr erwartet. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für den Rosenrückschnitt. Die Forsythiensträucher in unserem Garten öffnen allmählich ihre Blüten und das Wetter ist angenehm sonnig. 35 Beetrosen, in einer schmalen Rabatte entlang eines Wegs, warten auf ihren Frühjahrsschnitt.

Vor etwa sechs Jahren haben wir die alten und krankheitsanfälligen Rosen unserer Rabatte gerodet. Danach tauschten wir einen Großteil der Erde im Beet aus, bevor im Herbst die neuen wurzelnackten Beetrosen gepflanzt wurden.  Bei dieser Beetrose handelt es sich um die ADR-Rose "Resonanz" (Allgemeine Deutsche Rosenneuheitenprüfung), die unter anderem eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen Blattkrankheiten hat. Sie erreicht jedes Jahr eine Wuchshöhe von knapp 1 m. Mit ihren dunkelgrünen, glänzenden Blättern und den leuchtend roten Blütendolden hat sie eine sehr schöne Fernwirkung. Die lange Reihe unserer Beetrosenpflanzen ist von zwei Seiten mit einer 1 m hohen Ligusterhecke und einer 30 cm hohen Buchshecke eingefasst.

Als Erstes entferne ich vor dem Schneiden, die im Herbst rund um jede Rose angehäufelte Erde und verteile sie im Beet. Der Rückschnitt fördert die Bildung neuer Triebe. Außerdem wird die Rose verjüngt und behält auch ihre Form. Der Schnitt sorgt vor allem für ein kräftiges Wachstum und eine reiche Blüte. Außerdem trägt er zur Gesundheit der Pflanzen bei, denn mit den alten Blättern werden Krankheitserreger, wie Pilzsporen und Ungeziefer, z.B. Eier von Blattläusen entfernt.

Für den Rückschnitt benutze ich eine Rosenschere. Für die besonders dicken Triebe setze ich eine Astschere ein.  „Resonanz“ ist eine öfter blühende Beetrose. Nach der Hauptblüte im Sommer bildet sie weitere Blüten bis in den Herbst. Ich schneide die Pflanzen jährlich auf etwa drei Augen zurück. Dabei entferne ich auch abgestorbene und kranke Triebe. Dünne Triebe schneide ich sehr stark zurück, um einen kräftigen Neuaustrieb zu fördern.

Beetrosen nach dem Rückschnitt

Neben den Beetrosen habe ich inzwischen auch drei öfter blühende Strauchrosen. Sie kürze ich um etwa ein Drittel und lichte sie auch aus. So werden die Rosen gut durchlüftet und sind weniger anfällig für Blattkrankheiten. Um zu verhindern, dass die Strauchrosen im unteren Bereich verkahlen, schneide ich bei den älteren Rosen einige Triebe auf ca. drei Augen zurück.

Sehr pflegeleicht sind einmalblühende Rosen. Dazu gehören eine Hundsrose, die zusammen mit verschiedenen Sträuchern bei uns zu einer naturnahen Hecke gehört und zwei Rambler-Rosen, die sich ihren Weg nach oben in Baumkronen suchen. Bei diesen Rosen entferne ich nur störende Triebe oder abgestorbenes Holz, sofern ich es erreiche.

Belüftung, Nährstoffe und Wasser

Rosenblatt

Im Anschluss folgt eine Lockerung des Bodens. Denn während der Wintermonate und durch die Bearbeitung hat sich der Boden der Rabatte verdichtet. Die Lockerung der Erde verbessert die Belüftung des Bodens, was wiederum den Wurzeln der Rosen zugutekommt. Außerdem unterdrückt die Bearbeitung des Bodens das Wachstum von Unkraut und setzt die Verdunstung des Wassers aus dem Boden herab.

Abschließend werden alle Rosen gedüngt. Dazu verwende ich einen speziell auf Rosen abgestimmten organischen Dünger. Bei der Einsatzmenge halte ich mich an die Angaben des Herstellers. Die Düngermenge für einen Quadratmeter verteile ich dann rund um die entsprechende Anzahl an Rosenpflanzen und arbeite den Dünger mit einer Schaufel etwas ein. Regenschauer nach der Düngung sorgen dafür, dass der Dünger schnell vom Boden aufgenommen wird und seine Nährstoffe den Rosen schon bald zur Verfügung stehen. Bleibt der Regen aus, hilft gießen.


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